Im eigenen Garten ist das meist leichter zu verwirklichen als im öffentlichen Raum oder auf dem Gemeinschaftsgrund von Wohnanlagen, wo ganz unterschiedliche Menschen und Meinungen aufeinander treffen. Was die einen stört, erscheint anderen schön und wertvoll.
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Beton
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Falls ein Hausmeisterservice oder eine ähnliche Firma beauftragt ist, für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, erfordert deren Wirtschaftlichkeit möglichst unkomplizierte, zeitsparende Arbeitseinsätze. Dabei kann kaum Rücksicht genommen werden auf die Eigenart und Vielfalt der Pflanzen, geschweige denn auf spezielle Bedürfnisse von Insekten und anderen Lebewesen.
Der Auftrag der Mitarbeiter liegt weniger darin als vielmehr im kostensparenden Einsatz leistungsstarker Maschinen.

Damit in diesem Bemühen nicht unabgesprochene Maßnahmen einzelner Bewohner und gewerbliche Arbeiten sich untereinander beeinträchtigen und ein Durcheinander verursachen, ist ein klares, allseitig anerkanntes Konzept wichtig. Ein solches kann entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten erstellt und den Beteiligten als zwei- oder dreijähriger Versuch angeboten werden, falls erwünscht mit Beratung durch eine in diesem Bereich kompetente Organisation wie etwa dem örtlichen Gartenbauverein. Gelingt dann der Versuch zur mehrheitlichen Zufriedenheit, kann er fortgesetzt werden und findet möglicherweise zusätzliche Unterstützung.
Bei älteren Bewohnern ist oft ein großes Potential an hilfreichem gärtnerischen Wissen und auch praktisches Können zu finden und bei Heranwachsenden entsprechendes Interesse.

Diese Seite ist eine Baustelle. Sie soll ein Zeichen der Dankbarkeit werden für zunehmend gedeihliches Miteinander der Menschen mit der Natur im gemeinsamen Lebensraum.

Alljährliche Wiederkehr
von Blütenteppichen auf Rasenflächen, die Pracht blühender Gehölze, das farbige Leuchten ihres Laubes und ihres Beerenschmuckes im Herbst, all das ist nur möglich, wenn die Entwicklungsprozesse beobachtet und Schneide- bzw. Mäharbeiten darauf abgestimmt werden. Weil das jedoch den in Gemeinschaftsanlagen vorgegebenen Kostenrahmen übersteigt, ist ein wohlwollendes Zusammenwirken von Bewohnern, Hausverwaltung und Hausmeister von großem Vorteil.
 
In umfangreichen Wohnanlagen ist professioneller Einsatz von Maschinen zwischendurch sehr wertvoll, um einen gepflegten Zustand zu gewährleisten. Falls sich jedoch Bewohner finden, die gerne, sachkundig und unentgeltlich Handarbeiten wie Jäten, Ziersträucher Lichten oder Laubrechen sowie eine sinnvolle Absprache mit allen Beteiligten übernehmen, kann aus einförmigem, allzu oft maschinell verwundetem Grün eine gesunde, lebendige und doch kultivierte Vielfalt sich entwickeln. Handarbeit und traditionelles Werkzeug wie Reisigbesen, Rechen und Heckenschere gewinnen wieder Würde und der Luxus des Farben- Formen- und Artenreichtums muss nicht weiter der Wirtschaftlichkeit und der Kostenersparnis geopfert werden.

r e @ a r g o t e r a . d e
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Weigelie

Schmückende Vielfalt ergibt sich aus vorausschauender Achtsamkeit beim Schneiden und Mähen und aus gewisser Toleranz, zum Beispiel gegenüber den welkenden Blättern der Frühlingsblumen wie Traubenhyazinthen, Märzenbecher oder Narzissen, die an Ort und Stelle vergehen müssen, um ihren Zwiebeln ausreichend Kraft zurückzugeben zum Blühen im nächsten Jahr. Falls ihre welkenden Blätter vorzeitig entfernt werden,, bringen sie nur noch geschädigte oder gar keine Blüten mehr hervor. Jedes Jahr neue Zwiebeln zu setzen ist mühsam, teuer und außerdem widersinnig, denn der Sinn von Blumenzwiebeln ist die alljährliche Erneuerung der Blühkraft und die Vermehrung an einem Standort, an dem sich die Pflanze wohlfühlt.
 
 
Mit dem alljährlichen Wiedererscheinen, Gedeihen und Blühen der pflanzlichen Mitbewohner wächst die Vertrautheit der Menschen zu ihnen und damit auch die Wohnqualität an diesem Ort. Vor allem wächst die Lebensqualität der Kinder, die dem Boden noch näher sind.
Traubenhya
Foto: Späth
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klein
Foto: Späth
Baustelle
Foto: Späth
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© argotera
Mitbewohner
Foto: Messmer
Falls trotzdem andere Möglichkeiten nicht in Vergessenheit geraten und beispielsweise Ziersträuchern genug Zeit gelassen wird, um sich zu entfalten, könnten sie ab und zu ihren Sinn als farbenprächtige Zierde einer Grünanlage erfüllen und nebenbei als wertvolle Bienenweide dienen. Bei sachkundiger, vorausschauender Pflege könnten sie mehr Freude bereiten, auch ohne jemandem im Weg umzugehen oder im angrenzenden Verkehr die Sicht zu behindern.
 
Ähnlich verhält es sich bei der Pflege der Flächen.
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