Im eigenen Garten ein Miteinander von Mensch und Natur zu verwirklichen, das ist meist nicht schwer. Im öffentlichen, komunalen Raum oder in Gemeinschaftswohnanlagen ist es oft nicht einfach. Dort begegnen sich viele verschiedene, manchmal sehr widersprüchliche Gestaltungswünsche. Mal sind diese Wünsche mit mehr, manchmal mit weniger Sachverstand verbunden. Sie reichen von Begeisterung für wuchernde Wildnis bis zum leidenschaftlichsten Kampf gegen alles, was ungeplant seinen Lebensraum findet.
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In Wohnanlagen ist meist die Grundgestaltung bereits geschehen und Hausmeister oder Landschaftspfleger sind beauftragt, für Ordnung und Pflege zu sorgen. Das bedingt möglichst unkomplizierte, wirtschaftliche Arbeitseinsätze. Manchmal auch eine verständliche Abschottung gegen sich oftmals widersprechende Bitten, Forderungen und Meinungen.
Die zwei folgenden Abbildungen mögen das verdeutlichen.

Nachhaltigkeit bedeutet, nicht gegen sondern zusammen mit den Prozessen der Natur zu arbeiten. Das braucht Geduld und Sachverstand. Alle Ziersträucher gleichzeitig und gleichförmig zu schneiden oder jedes Jahr neue Blumenzwiebeln zu kaufen und die Pflanzen nach der Blüte wegzuwerfen, das ist zwar einfach aber gegen ihre Natur.
 
Falls es gelingt, sich mit den Bedürfnissen der Pflanzen vertraut zu machen, sie an langfristig für sie geeigneten Standorten zu setzen oder zu säen und ihnen einige Jahre Zeit und Schutz zu geben, um sich zu entwickeln und zu vermehren, kann sich der Bestand von Jahr zu Jahr schöner entfalten. Mit dem regelmäßigen, selbstständigen Wiedererscheinen und Blühen wächst die Vertrautheit zu den pflanzlichen Mitbewohnern und damit die Lebens- und Wohnqualität der Menschen an diesem Ort. Vor allem wächst auch die Wohnqualität der Kinder, die dem Boden noch näher sind.

Um größere Grünanlagen in diesem Sinne zu pflegen, ist also auch unbezahlte Arbeit nötig. weil nicht alles zum nachhaltigen Gedeihen Notwendige von bezahlten Arbeitskräften bei wirtschaftlich tragbarem Zeitaufwand erfüllt und berücksichtigt werden kann.
Auch bunter Herbstschmuck an den Ziersträuchern ist, wie die Entfaltung blühender Bereiche im Frühjahr und Sommer, nur möglich, wenn sachkundige Bewohner Freude und die nötige Zeit aufbringen, einige der maschinellen oder chemischen Maßnahmen durch Jäten und andere Handarbeit zu ersetzen und für Abstimmung der Beteiligten zu sorgen.
Dazu braucht es ein Konzept, damit im Miteinander von Menschen und Natur die beidseitigen Bedürfnisse berücksichtigt werden können und nicht unabgesprochene Maßnahmen ein Durcheinander oder Gegeneinander verursachen.

 
Diese Webseite ist eine Baustelle. Angesichts des Kampfes gegen die Natur in den Regionen, die von Katastrophen betroffen sind, soll hier ein Zeichen der Dankbarkeit entstehen für das gedeihliche Miteinander von Mensch und Natur in unserem Lebensraum.
Mitbewohner
Wohnanlage

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as alljährliche Wiedererscheinen und sich Vermehren der Zwiebelblumenteppiche oder der Sommerblumen auf den Rasenflächen bzw. die Entfaltung der Blüten, Beeren und des bunten Herbstlaubes der Gehölze kann nur ermöglicht werden, wenn Schneide- und Mäharbeiten darauf abgestimmt sind. Das erfordert kontinuierliche Beobachtung und Handarbeit.
Dieser zeitliche Mehraufwand geht jedoch meistens über den vorgegebenen Rahmen gewerblicher Möglichkeiten der Landschaftspflege hinaus. Nachhaltigkeit gelingt deshalb eher aus idealistischen Motiven, braucht aber in größeren Grünanlagen Unterstützung durch professionellen Einsatz von Maschinen.
Falls sich in einer Wohnanlage oder Gemeinde Bewohner finden, die gerne, sachkundig und unentgeltlich die zwischendurch anfallenden Handarbeiten und die Koordination der Arbeiten übernehmen, kann in Absprache mit Bewohnern, mit der Verwaltung und mit Hausmeister bzw. Landschaftspfleger eine nachhaltige Harmonie aus Ordnung, Sauberkeit und Lebendigkeit entstehen.
Der Luxus des Farben- Formen- und Artenreichtums muss somit nicht der Wirtschaftlichkeit und Kostenersparnis geopfert werden.
Vermehrung
Hagebutten

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